Bericht 2

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Harzer Panorama v. 17.12.2017

Schülervotum: "Wir wollen bleiben!"
Goslar/je. Für die Förderschule geht es einmal mehr ums Ganze: Zunächst hieß es seitens der Politik, die Pestalozzischule solle geschlossen und ihre Schülerinnen und Schüler in anderen Schulen unterkommen. Dann kam die Landtagswahl und mit ihr der Beschluss, es möge doch abgewartet werden, wie sich die neue Landesregierung positioniere. Nun haben die Pestalozzi-Förderschüler sich an einem Projekttag mit dem Fortbestand ihrer Schule beschäftigt, das HP gibt einen Einblick in die Arbeit. Vorne an der Tafel steht Lehrerin Sina Langemeier und überlegt mit den jungen Projektteilnehmern der 5. bis 10. Klassen, welche Sätze wohl zu den einzelnen Buchstaben des Wortes "Pestalozzischule" passen würden. Es herrscht konzentrierte Spannung, gelegentlich unterbrochen von einem Wort oder Ruf der Förderschüler, beides wird mit Lachen und Fröhlichkeit quittiert. Im hinteren Bereich des Klassenraumes gestalten zwei Schüler gemeinsam mit ihrer Lehrerin Sabine Ahrens ein Plakat, "Wir wollen bleiben" steht darauf.
Es ist kein Frontalunterricht, der hier gegeben wird, beide Lehrerinnen haben, nicht nur am Projekttag, die Zeit und die Möglichkeit, sich den Kindern besonders zuzuwenden. Die Eltern wissen die besondere Arbeit mit den Kindern, die alle einer besonderen Unterstützung beim Lernen fürs Leben bedürfen, zu schätzen: "Meine Tochter ist viel selbstbewusster geworden", heißt es, "in einer Regelschule wäre das, allein von der Schülerzahl, so nicht möglich."
Lehrerverband fordert Erhalt
Mittlerweile hat sich Anfang November der Niedersächsische Philologenverband, der Verband aller Lehrer, auf seiner Tagung in Goslar zu dem Thema geäußert: "Dringende Korrekturen sind nach Auffassung der Delegierten bei der Inklusion notwendig. Nicht wenige behinderte Schülerinnen und Schüler erhielten bei einem inklusiven Unterricht nicht die für sie unerlässliche spezifische Unterstützung und Förderung - ein gleichermaßen bedrückender und alarmierender Sachverhalt. Die Vertreterversammlung mahnte als unantastbares Grundprinzip ausdrücklich an, dass oberste Priorität bei allen Maßnahmen das Kindeswohl sein müsse", so vermeldet der Verband und mahnt energisch den Erhalt der Förderschulen an. Morgen, am 18. Dezember, tagt der zuständige Schulausschuss des Landkreises, dort soll über den Fortbestand der Pestalozzischule beraten und informiert werden.
Harzer Panorama vom 17.12.2017

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